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Konzept und Ziele

Unsere Motivation

Foto vom Dougy Center

Das Dougy-Center in Portland USA

Als 1984 in Oregon, USA, das Dougy Center als non-profit Organisation gegründet wurde, war es die erste Einrichtung in Amerika, die Trauerarbeit mit und für Kinder und deren Familien anbot.

Die Arbeit des Dougy Centers unterscheidet sich von den üblichen Therapie- und Beratungsformen, da ungewöhnliche Situationen auch flexiblere und phantasievollere Reaktionen fordern.

Dieses Center arbeitet bis heute mit wachsendem Erfolg in der Trauerarbeit und mit der Hilfe des Dougy Centers haben sich ebenso erfolgreich weitere Gruppen in Amerika, Japan, Australien und Irland etabliert.

Foto von Christa Spalt und Beate Alefeld

Christa Spalt vom Dougy-Center im Gespräch mit Beate Alefeld

Da bei uns in Deutschland bisher keine vergleichbare Einrichtung existiert, möchten wir die Lücke mit dem Zentrum für trauernde Kinder e.V. schließen. Nach unserer langjährigen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben wir die Erfahrung gemacht, dass es für sie keinen Platz gibt, Trauer auf ihre Art zu erleben und auszudrücken. Es ist auch von gesellschaftlicher Bedeutung diese Lücke zu schließen, da es in Fachkreisen lange klar ist, dass Kinder, die ein traumatisches Erlebnis hatten, umfassende Hilfe brauchen. Es ist dabei sehr wichtig, die Kinder so früh wie möglich zu unterstützen.


Unsere Ziele

Foto von Kindern

Spielraum des Zentrums in Bremen

Wir möchten eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche sein, die einen nahe stehenden Menschen verloren haben. Wir möchten einen geschützten Raum für diese Kinder schaffen und ihnen ermöglichen, ihren individuellen Trauerweg zu finden. Wir wollen an sie keine Anforderungen stellen und sie sollen auch nicht uns zuliebe ein bestimmtes Verhalten an den Tag legen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Kinder nach dem Tod eines Familienmitglieds oft versuchen, gut zu "funktionieren", da sie merken, dass die Eltern oder der Elternteil selbst sehr mit ihrer/seiner eigenen Trauer beschäftigt sind/ist. Sie leugnen ihre Trauergefühle, um die Eltern/den Elternteil nicht noch mehr zu belasten. In einer Unterstützungsgruppe für Kinder, in der jedes einen Tod zu beklagen hat, wird diese Isolation aufgehoben.

Wir wollen durch die Arbeit unserer Einrichtung aufzeigen, dass Trauer viele Gesichter hat. Wir können keinem Menschen ansehen, ob er gerade trauert, da jeder seine eigene Art zu trauern hat.

Foto von Kindern

So trauern auch Kinder anders als Erwachsene. Sie springen in ihre Trauer hinein und heraus, sie drücken ihre Trauer nicht immer in Worten und Weinen aus, sondern oft besteht ihre Trauerarbeit aus Spielen, Malen, Schreien usw.

Wir möchten dazu beitragen, dass Trauer und Traurigsein seinen negativen Beigeschmack verliert, und dass das Tabu um dieses Thema aufgelöst wird. Unsere Gesellschaft steht Trauer oft hilflos gegenüber und wir haben gelernt, mit Trauer und Verlust schnell "fertigzuwerden". Es wird als etwas Unangenehmes, ja sogar Krankhaftes angesehen, das oft mit aller Kraft gemieden, verdrängt, übersehen und verleugnet wird.


Unsere Grundsätze

Die folgenden Grundsätze beschreiben die Grundhaltung, mit denen wir trauernden Menschen im Zentrum begegnen und sie begleiten.

  • So wie der Tod zum Leben gehört, ist der Umgang mit dem Tod Teil unserer Lebensaufgabe.
  • Trauer in all ihren Formen ist eine natürliche Reaktion auf Verlust. Jeder Mensch findet seine eigene Art, mit der Trauer umzugehen. Es gibt kein „Richtig“ oder „Falsch“, sondern viele individuelle Wege, mit der Trauer zu leben.
  • Trauer ist ein aktiver Prozess. Über die Jahre verändert sie sich und wird so zu einem Teil des persönlichen Lebensweges.
  • Für manche Menschen ist es nützlich, auf diesem Weg Unterstützung durch Außenstehende zu bekommen. Dieser Aufgabe stellt sich das Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e.V.


Zukunftspläne

Das Zentrum für trauernde Kinder e.V in Bremen plant den Aufbau eines Hauses für Kinder und Jugendliche und deren Familien, die in Trauer sind. Dieses Haus soll als Treffpunkt und Kontaktstelle genutzt werden und verschiedene weiterführende Angebote für betroffene Familien, wie beispielsweise die systemische Familienaufstellung und tiergestützte Therapie bereithalten.

Foto von einem Treppenhaus

Räumlichkeit gesucht

Hier möchten wir insbesondere unsere Angebote für Kinder und deren Familien, die mit traumatischen Lebensereignissen, wie Tötung oder Selbsttötung, beschäftigt sind, weiter ausbauen.

Wenn Sie uns bei der Suche nach einem geeigneten Gebäude in Bremen unterstützen können, oder vielleicht sogar ein Haus für uns kennen, melden Sie sich einfach bei uns!!!

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